Ich danke darüber nach eine Photovoltaikanlage auf’s Dach bauen zu lassen. Man sagt ja, das lohnt sich praktisch immer. Naja, unser Dach ist recht klein. Jetzt haben wir ein erstes Angebot für 6,5kWp Leistung.
Nun fange ich etwas an zu rechnen, ob sich die Investition lohnt.

Der Solaranbieter rechnet höchstens die Amortisation aus - im Bild wo sich die rot-gestrichelte mit der grünen Linie kreuzt bei 14,6 Jahren. Das erscheint mir aber keine sinnvolle Entscheidungsgrundlage.
Meine Idee: Ich nehme an, ich habe das Geld für die PV. Jetzt kann ich den Betrag einfach in einen ETF stecken und er wächst mit 5% (blaue Linie). Alternativ kaufe ich die PV und spare dann bei den Stromkosten. Diese Ersparnisse stecke ich wieder in den ETF (grün-gepunktete Linie). Diese zwei Linien kreuzen sich deutlich später.
Je nachdem welche Annahmen man trifft (Eigenverbrauchsquote, ETF-Rendite, Strompreis, PV-Ertrag, …) kann man die Linien etwas verschieben. Das Bild oben ist tendenziell eher PV-biased würde ich sagen. Meine Schlußfolgerung ist: PV als Investition wird eher überschätzt. Die Rendite ist vermutlich stabiler als ein Welt-ETF, aber ob es weniger Risiko ist?

Dies. Günstigste Option ist ein Balkonkraftwerk (genehmigungsfrei). Die Panels installiert dir jeder Dachdecker. Verkabelung easy. Gerät einfach in die Steckdose.
Pro Gerät kannst du 2kwp anschließen (4 Panels). Damit kommst du auf 3x 2 kwp. Der Nachteil der BKW ist Begrenzung auf 800W Output pro Stromkreis. Du hast 3 Stromkreise im Haus. Falls du in einer Wohnung im MFH wohnst, kann es auch nur ein Stromkreis sein.
Die BKW liegen im Bereich von 1.500€ mit 4 Panel, Akku inkl. Inverter und armortisieren sich auf ungefähr 4 Jahre. Du sparst massiv an Lohnkosten (Montage, Elektriker) und Handwerkergold, da alles im Eigenbau ausser die Panels auf das Dach. Am besten im Januar kaufen, da ist noch mal günstiger.
BKW Nachteil: Du bekommst keine Stromvergütung bei Einspeisung. Die Vergütung ist aber ab Jan 27 sowieso nicht mehr relevant. Du wirst immer stark netzabhängig sein, also auch kaum Notstromfähig.
Meine PV kommt demnächst: 20kwp, 13 kwh Akku für ca. 27.000€ armortisiert sich auf ca. 11 Jahre mit WP und bald 2 eAutos (wenn Verbrenner kaputt sind).
Dachsolar ist verglichen mit ETF kein Spar-Schnapper. Sieh es eher als Portfoliomix, Sicherheitsthema oder Lifestyle. Wenn du sparen möchtest, führt kein Weg an BKW vorbei. Andere Möglichkeit beim pv4all-shop Anlage selber bestellen und Monteur suchen. Mache ich so, weil die Preise unverschämt waren.
Alternativ zu dem von dir vorgeschlagenen Shop werfe ich solarhandel24.de in den Raum. Dort bestellen alle meine Bekannten, die selbst montieren.
Ja, BKW statt Dachsolar ist auch meine Schlußfolgerung. Die Pergola im Garten muss auch mal erneuert werden und da passt was drauf. Ist zwar anders als das Dach etwas im Schatten, aber es kostet halt viel weniger.
Du kannst die vier Platten vom BKW auch aufs Dach montieren, wenn die Pergola im Schatten steht. Das macht dir ein Dachdecker in 2 Std drauf.