Rund 150 neue Wohnungen, fünf Geschosse und eine Tiefgarage mit knapp 90 Stellplätzen: Die geplante Nachverdichtung an der Wolgaster Straße im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen sorgt für Unmut. In der Einwohnerfragestunde der Rostocker Bürgerschaftssitzung am Mittwoch, 2. September, machte Dr. Andreas Schmuhl den Ärger der Anwohner deutlich.

„Der Plan der Wohnungsgenossenschaft Schiffahrt-Hafen Rostock (WGSH) steht im Widerspruch zum Rahmenplan Lichtenhagen 2025“, so der Vertreter der Anwohner. Denn dieser Plan empfehle für den Wohnbereich lediglich zwei bis drei Geschosse. Das geplante Projekt, so Schmuhl, zu dem auch eine Tages- und ein Pflegedienst gehören, sei dagegen „überdimensioniert“ und werde von der großen Mehrheit der Anwohner abgelehnt.

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Besonders der durch das Projekt drohende „Verlust des bisherigen Innenhofs“ erregt nach Worten von Schmuhl die Gemüter. Das bedeute einen Verlust von „Grünflächen und Parkplätzen sowie die Verschlechterung der Wohnqualität“.

Dazu bemängelte Schmuhl die Kommunikation und eine „fehlende frühzeitige Beteiligung“. Die WGSH habe ihre Planungen in Medienberichten öffentlich dargestellt; dabei habe sich aus Sicht der Anwohnerschaft die Ausrichtung vom ursprünglich kommunizierten „betreuten Wohnen“ hin zu allgemein „barrierearmem Wohnen“ verschoben.

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Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger (Linke) zeigte Verständnis für den Unmut der Anwohner. Es sei „kommunikativ bei Start des Prozesses nicht alles gut gelaufen“, räumte Kröger ein.

  • lichtmetzger@discuss.tchncs.deOPM
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    3 days ago

    Ich finde, sowohl die Stadt als auch die WGSH handeln hier zutiefst asozial. Stell’ dir mal vor du wohnst seit Jahrzehnten in einer schönen Wohnung mit einem großen Innenhof und hast dort Bäume, Schatten, viel Grün und alles um dich wohlzufühlen.

    Dann knallt dir die Stadt und eine random Wohnungsgenossenschaft einfach einen Plattenbau vor die Nase und reißt das alles weg und wenn du dich beschwerst, heißt es “man muss mit den Bürgern in Dialog treten” und “es sei kommunikativ nicht alles gut gelaufen”.

    Da ist nichts “kommunikativ” falsch gelaufen und die Bürger brauchen auch keinen Dialog, stellt diesen Klotz woanders hin und nicht den Leuten direkt vor die Nase! Ja, wir brauchen dringend Wohnraum, aber es ist ja nicht so als würde es Rostock an Grundstücken mangeln…außer man verscherbelt die alle an Privatinvestoren um das dumme neue Theater querzufinanzieren