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Cake day: June 29th, 2023

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  • Reading The Clown by Heinrich Böll.

    Probably his most famous novel this book mostly criticises post war catholic/capitalist German society for it’s hypocrisy and not really denazifying. It’s good, but the main character, who loses his girlfriend to a catholic and is handling it pretty badly is quite the doomer at times. There is enough cynical humor, sarcasm and irony to not make it too dark to read, but depending on how the story ends it definitely could become pretty dark in the end. It also cuts very close to home with some issues, but that rather enhances the reading experience, despite being quite uncomfortable at times. At times it’s a bit hard to discern wether the author did something on purpose to give his protagonist some negative traits, or if he just believed that stuff himself (especially how women are treated is pretty bad) but I’m quite sure that I’ll be able to judge this better by the end of the book. Overall I’d recommend reading it, but it’s definitely an emotional downer.


  • Ich hab letztens „Harriet“ angeschaut. Generell bin ich kein großer Fan von Biopics, aber den hier fand ich besonders Kacke.

    Hier wird die Geschichte der wohl beeindruckendsten Freiheitskämpferin der US Geschichte so vermurkst, dass sie am Ende eher wie eine dumme, ungebildete Sturköpfin rüberkommt, deren Erfolg darin begründet wird, dass ihr Handeln von Gott geleitet ist. Sehr schade fand ich auch, dass man der eigentlich guten Hauptdarstellerin nichts zu tun gibt, außer genervt sein und durch die Gegend zu rennen. Auch die anderen Figuren haben nur schemenhafte Bruchstücke von Charakterzügen und Verhalten sich permanent irrational. Die Kostüme und Bühnenbilder sind austauschbar, die Beleuchtung und Cinematografie unterirdisch und die Dialoge kaum auszuhalten. Kann ich wirklich niemandem empfehlen.

    Außerdem lese ich aktuell wieder Frankenstein. Absolut verdienter Klassiker mit tollen Ideen und schöner Sprache. Mary Schelley war in ihrem Denken und ihrer Art zu schreiben in vielen Fällen ihrer Zeit voraus. Hier haben deutlich schlauere Leute schon deutlich mehr gesagt, als ich hier je in einen Kommentar packen kann, deshalb halte ich mich dazu hier kurz.














  • Ich habe eine russische Woche hinter mir.

    Erst habe ich Mikhail Bulgakovs Heart of a Dog gelesen. Ein Professor pflanzt einem Hund den Hoden und ein Stück Hirn eines Proletariers ein und der Hund verwandelt sich daraufhin in einen Menschen. Das ganze ist eine beißende Satire auf den neuen Sovietmenschen, der in den 1920gern entstehen sollte und beschäftigt sich gleichzeitig mit Ähnlichen Fragen wie Frankenstein, Faust und die Physiker. Ich tue mir ein bisschen schwer es insgesamt einzuschätzen, da mir der historische und kulturelle Hintergrund zur NÖP fehlt und in der Übersetzung wohl auch nochmal einiges verloren ging. Insgesamt fand ich es aber sehr unterhaltsam und lesenswert.

    Außerdem habe ich Tolstois Parabel Herr und Knecht gelesen. Das ist aus Tolstois später Phase, in der er bereits sehr religiös war und das merkt man. Ein geiziger alter Mann will ein Geschäft machen und fährt deshalb mit seinem Knecht durch einen Schneesturm in den Nachbarort. Sie verirren sich mehrfach doch die Gier treibt den Alten an. Am Ende bleiben sie im Schnee stecken und müssen versuchen die Nacht zu überleben.

    Tap for spoiler

    Kurz vor dem Erfrieren hat der alte Egoist dann eine metaphysische Erleuchtung und opfert sich aus Nächstenliebe für seinen Knecht. Bulgakov hat mir besser gefallen…


  • Sounds a lot like absurdism which I’ve been into a lot this year. I read some Camus and really loved it (The myth of Sisyphos, The Stranger and The Plague).

    And yeah, I agree with your description of Broicism. It’s more about being like Hemingway/John Wayne and suppressing your emotions than being at peace with things being out of your control.

    Thanks for taking the time for such a thorough reply! I’ll have to read my copy of Meditations to see any further similarities and where both differentiate from each other.


  • Augustiner@lemmy.worldtoich_iel@feddit.orgich_iel
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    1 month ago

    2016 war das erste Jahr in dem sich alle einig waren dass es Kacke war… seitdem ging es nur bergab. Ich bin mir relativ sicher dass es daran liegt dass wir Harambe ermordet haben. Der hat das kosmische Gleichgewicht in der Balance gehalten