• UpperBroccoli@feddit.org
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    1 month ago

    Der Weg zu U-Bahnsteigen soll künftig nur noch über kontrollierte Zugänge möglich sein. “Ein geschlossenes U-Bahn-System mit Zugangssperren bietet zahlreiche Vorteile für Fahrgäste, Verkehrsbetriebe und die öffentliche Sicherheit”, argumentiert die CDU-Fraktion. “In einem ersten Schritt soll das geschlossene System auf den U-Bahn-Linien 5, 7 und 8 eingeführt und erprobt werden.”

    Übersetzung: “Wir wollen Obdachlosen den Zugang entziehen.”

  • gkpy@feddit.org
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    1 month ago

    Mir wäre lieber, dieses Geld würde für den Ausbau des Netzes eingesetzt werden. Die Stationen ganzer Linien zu konvertieren und dann die Infrastruktur für neue Fahrkarten zu schaffen, die mit einem solchen System funktionieren wird teuer und bringt weder den Berlinern einen Mehrwert (die meisten fahren wahrscheinlich mit ner Zeitkarte aka. Bahn-Flatrate) noch wird es günstiger für Touristen (Kurzstrecke ist quasi schon, dass was die da wollen).

    Das einzige wären die Ersparnisse für Kontrollen, aber ich bezweifele die Kosten-Nutzen-Rechnung für die Mehrheit hier trotzdem.

  • sp3ctre@feddit.org
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    1 month ago

    Im ersten Schritt erstmal Zugangskontrollen etablieren und zukünftig muss dann der NFC-Chip im Perso gleich mitgescannt werden, oder? Bin leider etwas misstrauisch, wenn mit öffentlicher Sicherheit argumentiert wird. Nicht vergessen - es ist die CDU.

    Erinnere mich aber auch gerne an die Londoner U-Bahn, wo reihenweise Leute über die Drehkreuze springen und keinen juckt’s.

    Dieser Artikel war aber auch eher pessimistischer, z.T. aus baulichen Gründen: https://www.mz.de/panorama/zugangssperren-fur-die-u-bahn-sind-umstritten-4198125

  • MattR@feddit.org
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    1 month ago

    Ich habe das schon in einigen Ländern der Welt erlebt und finde es gut, denn dann entfallen Ticketkontrollen. Gerade in Deutschland wird man immer wieder grundlos wie ein Krimineller behandelt. Die Hochbahn in Hamburg stellt häufig eine Kette Uniformierter auf, die den Ausgang der Stationen versperrt und erzwingt mit Gewalt, dass man anhält und sein Ticket vorzeigt. Hat auch schon mal dazu geführt, dass ich trotz maximaler Kooperation dann extra 20 Minuten auf einen Anschlussbus warten musste, weil ich meinen geplanten Bus verpasst habe.

    • foenkyfjutschah@programming.dev
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      1 month ago

      dann erzwingt das anhalten und ticket vorzeigen (die also nicht entfallene ticketkontrolle) halt eine elektro-mechanische vorrichtung mit gewalt.

      • MattR@feddit.org
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        1 month ago

        Ich wurde noch nicht von einer Maschine bedroht, von Kontrolleuren aber schon. Oder fast zu Fall gebracht, weil ich beim ersten Mal gar nicht sofort verstanden habe, dass es sich um eine Kontrolle handelt, und es ein ziemliches Gewusel war und ich zufällig Kopfhörer aufhatte.

        Abgesehen davon, laut meinen Auslandserfahrungen dauert das Passieren einer automatischen Ticketschranke ca 2-5 Sekunden, je nach System. Die manuellen Menschenkettenkontrolltechnik dauert schon mal 1-2 Minuten. Insbesondere wenn nur ein dutzend Kontrolleure hunderte Fahrgäste abfertigen, und man noch amtlichen Lichtbildausweis zeigen soll.

  • FleetingTit@feddit.org
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    30 days ago

    Die Systeme sind unheimlich teuer und bringen original nix. Siehe NYC. Tolle Scheinpolitik, liebe CDU!

  • Quittenbrot@feddit.org
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    1 month ago

    In Japan bspw funktioniert das sehr gut.

    Und gerade diesen Punkt fände ich viel fairer als das bisherige undifferenzierte Modell:

    Außerdem sei ein geschlossenes System die Grundlage für künftige digitale Tarifmodelle. “Fahrgäste können beispielsweise automatisch nach tatsächlich gefahrenen Strecken abrechnen”

    • kossa@feddit.org
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      1 month ago

      Gibt viele Orte, wo das eingesetzt wird. Ist aber Endgegner, wenn man mit Fahrrad oder mit Gepäck und Familie unterwegs ist.

      In Paris auf der Durchreise Bahnhof wechseln und dazu Metro fahren müssen, mit Kindern und Gepäck: das wünscht man niemandan. Neben dem ständigen Hängenbleiben an den Durchlasstellen kommt da noch obendrauf, dass man ca. die Hälfte der Strecke einfach selbst Laufen muss mit 400 Treppen rauf und runter 😅.

    • Redditquaza@feddit.org
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      1 month ago

      Das Abrechnen nach tatsächlich gefahrener Strecke funktioniert allerdings auch problemlos ohne Zugangssperren (z. B. eezy NRW).

    • Kazel@feddit.org
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      1 month ago

      Und gerade diesen Punkt fände ich viel fairer als das bisherige undifferenzierte Modell:

      Außerdem sei ein geschlossenes System die Grundlage für künftige digitale Tarifmodelle. “Fahrgäste können beispielsweise automatisch nach tatsächlich gefahrenen Strecken abrechnen”

      Flatrate sonst nichts

    • schnurrito@discuss.tchncs.deOP
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      1 month ago

      In Japan bspw funktioniert das sehr gut.

      In Italien und den Niederlanden auch, deshalb ist es trotzdem radikal unpraktisch und ich hoffe, dass es nirgendwo kommt.